Verschwörung der Städter

Wieder kein Derbysieg. Am Wochenende war mit dem MTV Herrenhausen die bisher einzige punktlose Mannschaft zu Gast in der Halle am Grashöfe. Mit einem Sieg hätten wir uns etwas von den Abstiegsrängen abgesetzt und die Herry Horses wohl vorendscheidend distanziert. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
Nachdem die offensive Abwehr, die gegen Bad Salzdetfurth noch so gut funktionierte, diesmal nicht so harmonierte wie erhofft stellte Coach Clife relativ früh um, auf eine eher defensivere Variante. Doch wie zuvor fehlte auch hier die nötige Präsenz und Aggressivität. Die Gäste konnten so zwischenzeitlich auf 7:13 davon ziehen. Kurz vor der Pause aber noch mal ein Aufbäumen binnen kurzer Zeit verkürzten wir zum 10:13 Pausenstand, wobei die 13 Gegentore gar nicht mal das Problem waren. Die schwache eigene Ausbeute sollte zu denken geben.
In der zweiten Halbzeit das gleiche Bild. Etliche beste Torchancen wurden liegen gelassen, und Christian Lang im Gästetor avancierte zum Matchwinner. Die Horses waren solide im Abschluss und konnten sich im Laufe der zweiten Hälfte wieder absetzen. Dann eine der Schlüsselszenen des Spiels: Lang berührt einen Siebenmeterwurf von Bombaer, der Ball springt auf und schlägt im Winkel ein, springt aber vom Tornetz sofort wieder heraus. Die ganze Halle sieht, das der Ball hinten drin war nur die beiden Schiedsrichter nicht. Es bleibt beim Vier-Tore Rückstand. Die Emotionen kochen. Unser Kampfgericht verliert die Nerven und wird des Tisches verwiesen. Komischerweise war das wie ein Weckruf für uns. Mit Locke kam mehr Agressivität in die Deckung und wir holten Tor um Tor auf. Doch in der Schlussphase berappelten sich die Horses und gewannen am Ende wohl verdient mit einem Tor 26:27.
Zum Fazit nur so viel, wer zehn bis zwölf freie Dinger von 6-Meter nicht verwandelt kann auch gegen das Tabellenschlusslicht nicht gewinnen. Haken wir das ganze mal unter Nachbarschaftshilfe ab, damit es auch in Zukunft noch spannende Strassenbahnduelle in der Liga geben kann.
Ein Wort noch zu den Schiedsrichtern. Es liegt mir fern diese als Entschuldigung für unsere Niederlage anzuführen, auch wenn es sicherlich ärgerlich ist bei einem nicht anerkannten Tor mit einem zu verlieren, aber wie erwähnt war das wie ein Weckruf für uns. Das eigentliche Problem ist doch, dass es einfach zu wenige Schiedsrichter gibt, die ausreichende Qualität und wie in diesem Fall auch Erfahrung haben. Daher werden die talentierten jungen Gespanne sehr früh hochgezogen, wo es vielleicht besser wäre sie erstmal in niedrigeren Klassen Erfahrung sammeln zu lassen. Was sie sich dann zum Teil anhören müssen ist nicht schön und sicherlich Teil der Misere, dass niemand den Job machen will.
In der nächstenWoche gehts zur vermeintlichen Übermannschaft nach Nienburg. Die Weserstädter haben unerwartet einen Punkt in Langenhagen liegengelassen und brennen sicher auf Wiedergutmachung. Für uns gilt es eine Schmach wie im letzten Spiel der abgelaufenen Saison mit 50 Gegentoren zu vermeiden.
Abschließend nochmal Glückwunsch zum Nachbarn. Ich hoffe ihr nutzt unsere Starthilfe und zieht euch mit uns zusammen da unten raus.
In diesem Sinne Spochtgruß
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